Bodenschätzung im Landkreis Ostallgäu und Landsberg

Die Digitalisierung der Bodenschätzung

 

Bis zum Ende des Jahres 2006 wurden die Bodenschätzungskarten nur in Papierform geführt.

Arbeitsablauf:

Die graphische Darstellung der Bodenschätzung erfolgte im Gelände in der sog. Feldkarte. Aufbauend auf dieser wurde die Schätzungsurkarte gezeichnet, letztlich eine Reinzeichnung der Feldkarte. Das Vermessungsamt hat diese Schätzungsurkarte in ein Folienkartenblatt übertragen.

Diese Art der Erfassung war zeitaufwendig und arbeitsintensiv.

 Im Jahr 2007 wurden alle Schätzungskarten durch das Vermessungsamt digital erfasst

 Arbeitsablauf:

Im Vorfeld mussten alle Schätzungsurkarten überprüft und zusammengeführt werden (in meinem Zuständigkeitsbereich waren dies ca. 2000 Kartenblätter)

Gleichzeitig wurden alle Schätzungsbücher (Papierform) in einer bundeseinheitlichen, auf Access basierenden Software erfasst (bereits seit 2002).

Danach wurden die Karten Gemarkungsweise zusammen mit einer Diskette mit den digitalen Grablochdaten dem Vermessungsamt übergeben.

Beim Vermessungsamt wurden die Karten eingescannt, georeferenziert und graphisch digitalisiert. Die digitalen Grablochdaten wurden mit den graphischen Daten zusammengeführt.

Ausblick in die Zukunft

Im Laufe des Jahres 2008 erfolgt die Umstellung auf digitale Technik. Sie besteht aus einem Tablet-PC mit GPS Empfänger und einer entsprechend gestalteten GIS-Software. Luftbilder, die digitale Flurkarte und die digitale Bodenschätzungskarte bilden die auf dem PC vorhandene Arbeitsgrundlage. Veränderungen die beim Feldvergleich und bei der Nachschätzung festgestellt werden können dann graphisch direkt vor Ort erfasst werden, gleichzeitig werden die für die Bodenschätzung relevanten Daten aufgenommen. Wenn die Nachschätzung einer Gemarkung beendet und rechtskräftig ist, werden die Daten direkt an den Server der Vermessungsverwaltung übergeben.

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Hier ein Beispiel um zu zeigen wie aufwendig diese Arbeit war:

Jedes Kartenblatt musste eingescannt werden. Dann wurde der Scan georeferenziert (d.h. genau auf das Kartenblatt der DFK eingepasst) danach wurde das Bearbeitungsprogramm geöffnet

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Man kann sich vorstellen welcher Arbeitsaufwand damit verbunden war. Die Vermessungsverwaltung hat einen sehr hohen Personal- und Zeitaufwand dafür aufgebracht. Natürlich auch wir von der Bodenschätzung, ich war das gesamte Jahr 2007 nur mit diesen Arbeiten beschäftigt.

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Nachfolgend ein Kartenblattbeispiel:

Ausschnitt aus einem Kartenblatt mit der Urschätzung von 1934

mit Änderungen späterer Nachschätzungen

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So sieht derselbe Ausschnitt nach der Digitalisierung aus:

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